Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung


Am 20.06.2018 fand im Schlüterhof  des DHM eine würdige Gedenkstunde statt.

„Wer das Schicksal der Vertriebenen kennt, kann nachempfinden, was viele Flüchtlinge heute erleben. Die Lehren daraus sind ähnlich. Die Lehre, dass Frieden kostbar ist, dass Humanität am Anfang unseres Denken stehen muss.“      Bundesinnenminister Horst Seehofer

Sehr eindrucksvoll schilderte Dr. Umewaran Arunagirinathan, von seinen deutschen Freunden Dr. Ume genannt, über sein persönliches Schicksal, seinem Weg von Sri Lanka nach Deutschland, seine Integration (er ist Herzchirug) in Deutschland. Auf dem Foto ist er links zu sehen. Er betonte, er sei nicht freiwillig Flüchtling geworden, aber er sei freiwillig nach Deutschland gekommen, ein Mangobäumchen mit deutschen Wurzeln unter der deutschen Eiche. 

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Die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel betonte, wer Flucht und Vertreibung nicht selbst erleben müsse, könne kaum ermessen, was diese Erfahrung bedeutet. „Aber wir können versuchen, sie zu begreifen“…. „Wir können zuhören und lernen, auch damit kein neues Leid durch Leugnung, Verdrängung und Nichtbeachtung entsteht.“ Die Kanzlerin sagte, Flucht und Migration seien lange Zeit nicht wahrgenommen, teilweise sogar verdrängt worden. Sie unterstrich ihren Wunsch nach europäischen Lösungen im Umgang mit der Fluchtbewegung. Europa müsse zusammengehalten werden. Es gehe nicht um ein „entweder, oder“, sondern um ein „sowohl, als auch“.

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mehr: 

https://m.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2018/06/2018-06-20-gedenken-flucht-vertreibung-bkin-dhm.html

 

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FWM 2018


Passend zum Thema – ein kurzer Rückblick auf den 

                                           VfB Königsberg

Der VfB Königsberg war ein deutscher Sportverein in der ostpreußischen Hauptstadt. 

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Der Verein wurde am 7. Juli 1900 als FC 1900 Königsberg gegründet und 1907 in VfB Königsberg umbenannt.

Der Gründer war Hans Weinberg. Er war auch lange Zeit der Vorsitzende. Hans Weinberg entstammte einer Königsberger Kaufmannsfamilie, geboren wurde er 1882 in Elbing. Er war u. a. auch Bezirks- und Kreisjugendpfleger in Königsberg. 1945 musste er einen schrecklichen Tod erleiden (Mord).

Die Geschäftsstelle befand sich am Theaterplatz 10/11.                                                                                                         Foto: Archiv

 Höchste Liga: Gauliga Ostpreußen

 Erfolge: 11 × baltischer Fußballmeister, 5 × Meister der Gauliga Ostpreußen

Bekannte Spieler waren u.a.

Kurt Baluses (1914 in Allenstein geboren, trainierte er 1963/64 den VfB Stuttgart), 

Hans Berndt (1913 in Spandau geboren, Reichstrainer Sepp Herberger berief „Hanne“, den späteren Mittelstürmer von Tennis Borussia Berlin, erstmals am 8. Mai 1937 in den Nationalmannschaftskader),  

Herbert Burdenski (geboren 1922 in Gelsenkirchen war er von 1943 bis 1944 beim VfB Königsberg),

Paul Gehlhaar (1905 in Königsberg geboren, begann er als Torwart seine Karriere beim VfB Königsberg. Wer denkt bei dem Namen nicht sofort an „Marzipan-Gehlhaar“? Wer kann zu einer denkbaren Verbindung entsprechende Hinweise geben?),

Hans Klinger (der Mittelfeldspieler wurde 1925 geboren),

Eduard Krause (in der Saison 1938/39 wird „Ede Krause“ Spielführer der Mannschaft in der Gauliga Ostpreußen, danach wechselte er zur Saison 1939/40 zum VfB Königsberg),

Kurt Krause (1920 in Florlauken geboren, spielte Abwehrspieler „Jockel Krause“ beim VfB Königsberg von 1939 bis 1944),

Udo Lattek (geboren 1935 in Bosemb/Landkreis Sensburg, spielte der spätere Trainer des FC Bayern München (1973) in Königsberg bei den Junioren)

Kurt Lingnau (1920 geboren, begann seine Karriere als Verteidiger beim VfB Königsberg, für den er mindestens ab 1940/41 bis 1943/44 in der ersten Elf spielte),

Rolf Rohrberg (1920 geboren, wurde er als Kriegsgastspieler in Ostpreußen mit dem VfB Königsberg 1940 auf Anhieb Gaumeister),

Erwin Scheffler (geboren 1927 in Königsberg schloss er sich schon als 9-Jähriger dem VfB Königsberg an, bis zu seinem Tod war er für den 1. FC Kaiserslautern als Mitglied des Ehrenrates aktiv),

Rudolf Schönbeck (1919 geboren war der Torwart „Rulle“ 1952 Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure an den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki).

Sportplatz

Der VfB Königsberg spielte seit 1905 auf dem Walter-Simon-Platz am Ort des heutigen Baltika-Stadions.

1921 wurde ein eigenes Stadion an der Aschmannallee in Maraunenhof fertiggestellt – die neue Heimstätte des Vereins.

          Maraunenhof 2.jpg     Foto: H. N.              

Wichtige Spiele wurden später auch auf dem Sportplatz von Prussia Samland in der Steffeckstraße sowie auf dem Sportplatz am Friedländer Tor ausgetragen. Dieser hatte ein Fassungsvermögen von 22.000 Zuschauern (Tribüne 750, Sitzplätze 3000). Der Zuschauerrekord lag bei 18.000 Zuschauer (1937).      Heinz Ney

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Günter H. Hertel, Mitglied des Vorstands der Freunde Kants und Königsbergs e.V., schreibt dazu:

„… vielen Dank für Ihren schönen Beitrag … über den Verein für Bewegungsspiele (VfB) in Königsberg in der letzten PAZ vom 29.06.2018 S. 17.

In der früheren Aschmannallee in Maraunenhof, der heutigen Parkallee befindet ein sehr verwittertes Denkmal, das an die Gefallenen des VfB im 1. Weltkrieg erinnert. Auf einer unterhalb des steinernen Denkmals angebrachten Messingtafel wird die ursprünglich in Stein gehauene Inschrift in Russisch und Deutsch wiedergegeben:

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„СПОРТСМЕНАМ

КЕНИГСБЕРГСКОГО

ОБЩЕСТВА ПОДВИЖНЫХ

ИГР, ПАВШИМ В ПЕРВОЙ

МИРОВОЙ ВОЙНЕ“

„DEN IM I. WELTKRIEGE

GEFALLENEN SPORTLERN

DES VEREINS

FÜR BEWEGUNGSSPIELE

KÖNIGSBERGS GEWIDMET“

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Drei Fotos, die ich selbst am 09.08.2012 in der heutigen Parkallee geschossen habe, belegen obigen Text. Das Denkmal steht auf der westlichen Seite der Parkallee, direkt vor dem Zaun des früheren Sportplatzes des VfB Königsberg in Höhe der früheren Schwertbrüderstraße.

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Das auf der Messingtafel gewählte Logo des Vereins könnte dasjenige sein, das sich der Verein zu seinem 25. Jubiläum im Jahre 1925 gegeben hat.

Dank an die (dem Autor) unbekannten Stifter dieser Messingtafel.

Mit bestem Gruß Günter Hertel“

Die vorstehend abgebildeten Fotos hat er dankenswerter Weise dazu gelegt.

 

Über 8 Jahrzehnte im Berufsleben!


Mit 102 Jahren ist die Grand Dame aus Königsberg endgültig in den Ruhestand gegangen.

 

Ruth-Geede Trauer

Foto: Archiv

Ruth Geede

13.02.1916 – 17.04.2018

 

Wir nehmen dankbar von ihr Abschied. Sie bleibt uns unvergessen.

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Wir trauern um einen aufrechten Ostpreußen:

Reinhard Georg Grunenberg

Grunenberg Trauer

* 21. Mai 1936 Königsberg i.Pr.
† 23. Januar 2018 Berlin

Schatzmeister unserer Landesgruppe

Die Prußen-Stiftung TOLKEMITA trauert um seinen langjährigen
Vorsitzenden, einem aufrechten Ostpreußen.
Er fand seine Lebensaufgabe darin, die Erinnerung an die Prußen,
die baltischen Prūsai, lebendig und anschaulich zu halten
sowie über sie und ihre Geschichte zu sprechen und zu publizieren.
Wir danken für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit
und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Rolf Tolkmitt           Hans-Jörg Froese           Dr. Heino Neumayer
Der Vorstand der Prußen-Stiftung TOLKEMITA

Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.
Anschrift: Prußen-Stiftung TOLKEMITA, Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam
E-Mail: stiftung.tolkemita@gmail.com

Willkommen auf der Seite …


… der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Brandenburg e.V. .

Wir sind ein Zusammenschluss von an Ostpreußen interessierten Menschen und Gruppen im Bundesland Brandenburg und setzen uns u. a. dafür ein, dass die Herkunft und das Schicksal der ehemaligen Bewohner und ihre Geschichte lebendig erhalten wird.

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Nicolas Tregoup Königsberg (2)

 

                                               Ach ja …        Foto (Ausschnitt): Nicolas Tregoup

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Die Kirche in Plaschken – eine gute Geschichte?

Im Herbst 2016 konnte nun endlich der Zaun fertiggestellt werden, vorher fanden dort Dreharbeiten des litauischen Fernsehens statt, deshalb hätte der Zaun gestört.

Der Zaun schützt nicht nur vor unbefugtes Eindringen in das Kirchengebäude sondern ist auch ein Symbol, dass die Kirche erhalten bleibt.
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Von Vilnius, von der evangelischen Kirche aus, hat sich im Herbst vorigen Jahres ein kleines Komitee gebildet, welches den Bauverein in Plaschken unterstützen soll. Im Jahr 2017 fand die erste Vereinssitzung des Plaschker Bauvereins statt. Die ersten Schritte (Absprachen, Beschlüsse, Entscheidungen über Baumaßnahmen, wie Kirchendach, Fenster, etc.) wurden getroffen. Die Finanzierungsmöglichkeiten des Projektes stehen noch ganz am Anfang.Zaun 2.png
Wer hat die besten Ideen, wer kennt Behörden oder Institutionen, die eine Finanzierung der Renovierung unterstützen können? Der Projektträger ist für jede Information sehr dankbar!
Fenster 1.png     Fenster 2.png

 

 

Wir berichten weiter.

 

 

 

 

 

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Mahlzeit!

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Königsberger Klopse 1.jpg

… aufgelesen in Babelsberg.

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Eine Vortragsveranstaltung fand am Samstag, den 29. Oktober 2016 im Haus der brandenburgisch-preußischen Geschichte in Potsdam statt.

Veranstalter war die  Prußen-Stiftung TOLKEMITA, die PRUSSIA-Gesellschaft und unsere LO.

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Hans-Jörg Froese hieß alle Teilnehmer willkommen.

Zwei Vorträge von Reinhard Grunenberg, Berlin, zum Thema, „prußisches Gold“ (dem Bernstein) befasste sich, u.a. mit Handel im Altertum, Handelswege, Verwendung.

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Reinhard Grunenberg und Hans-Jörg Froese

Aus Kleinmachnow kam Herr  Prof. Dr. Ingo Sommer; er referierte zum Thema „Friedrich Wilhelm IV., er wollte das schönere Preussen“. Zahlreiche Bilder veranschaulichten die Ausführungen. Eingegangen wurde  u.a. auf das Wirken von Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler im Allgemeinen und im Speziellen in Ost- und Westpreußen.

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Prof. Dr. Ingo Sommer

Der  M.A. Gunter Dehnert vom Pommerschen Landesmuseum in Greifswald, beleuchtete in seinem Vortrag die Frage: „Die ‚Gesamterhebung‘ – ein zu Unrecht vergessenes Großforschungsprojekt der Bundesrepublik?“

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Gunter Dehnert

Gemäß Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1957 wurden die Arbeiten zur „Gesamterhebung zur Klärung des Schicksals der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten“ durchgeführt.

Damit wurde die Anfang 1945 in den Vertreibungsgebieten ansässige deutsche Bevölkerung nahezu vollständig erfasst. Die Gesamterhebung wurde 1964 beendet, die wichtigsten Ergebnisse wurden im Jahre 1965 in einem dreibändigen Bericht publiziert. Trotz diverser Unzulänglichkeiten und Probleme (im Vortrag deutlich heraus gestellt) ist diese Gesamterhebung die bis heute umfassendste Dokumentation des Schicksals der deutschen Vertriebenen.

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Tagungspause: Heinz Ney aus Potsdam und Joachim Ruhnau aus Köln und Königsberg freuen sich.

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In der Nähe vom Brandenburger Tor in Königsberg aufgenommen …

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Foto: Gertraud Groß, ‎Tolerantes Ostpreussen

HERBSTBILD

Von Wolfgang Federau

 

O bittersüßer Herbstestod!

Der Buche Laub brennt dunkelrot,

der Ahorn schimmert golden.

Zu beiden Seiten der Alleen

sieht man die Ebereschen stehn

im Schmuck der reifen Dolden.

 

Des Bauerngärtchens karges Beet

ist jetzt von Farben übersät.

So kann kein Frühling prahlen!

Kein Mal, mag er sich noch so mahn,

kann so wie diese Dahlien blühn

und sich so bunt bemalen.

 

Der Fuß des Wandrers rauscht im Laub.

Ein Windstoß wirbelt manchmal Staub

und welkes Laub im Kreise.

Doch eh sein Spiel man recht erspäht,

ist er vergangen und verweht.

Die Welt wird wieder leise.

 

Der Vögel Lied ist längst verstummt.

Und nur ein müdes Bienchen summt,

als wollt’s noch einmal wagen.

Freilich: ob seine schwache Kraft

auch noch den Weg nach Hause schafft,

das kann uns niemand sagen.

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Gesehen in Leipzig,

von Евгений КаплуновъTolerantes Ostpreussen:

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Ostpreußische Impressionen in Leipzig –
die Häuser am Pleißemühlgraben …

L 2

L a

… und am Brühl (Königsberger Stadtwappen).

L b