Ausstellungen und Veranstaltungstips

Vorankündigung: 
Ausstellungseröffnung zu E.T.A. Hoffmann in Berlin im Deutsch-Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur (DRHWK), Friedrichstraße.

hoffmann

Eine Ausstellung des Kaliningrader Gebietsmuseums für Geschichte und Kunst.

Anfang Dezember 2017, der genaue Termin ist noch nicht bekannt; wird nach Erhalt auf dieser Seite bekannt gegeben.

Übrigens:

Das ehemalige Pfarrhaus der Herzog-Albrecht-Gedächtniskirche (die „Ottokarkirche“) in Königsberg ist, nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Lichtspieltheater, seit Jahrzehnten das Domizil der E. T. A. Hoffmann Musikschule für Hochbegabte – eine Würdigung des am 24. Januar 1776 in Königsberg geborenen Schriftsteller der Romantik, Juristen, Komponisten, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturisten.

Quelle: Ney, Gottes Häuser in Königsberg, Band 1

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Freya Klier liest auf dem Hauptkreistreffen der Kreisgemeinschaft Osterode aus ihrem Buch: „Wir letzten Kinder Ostpreußens“

Freya Klier

Liebe Forscherinnen und Forscher,
die neuen Vorsitzenden der Kreisgemeinschaft Osterode Burghard Gieseler und Dr. Uwe Dempwolff möchten das nächste Hauptkreistreffen auch für andere Interessierte öffnen.
Deshalb haben sie die Schriftstellerin und Regisseurin Freya Klier eingeladen, die aus ihrem Buch liest:
„Wir letzten Kinder Ostpreußens“

Hier ist das ganze Programm:
KREISGEMEINSCHAFT OSTERODE OSTPREUSSEN E.V.
Patenschaften: Landkreis Göttingen und Stadt Osterode am Harz
F e i e r s t u n d e
Hauptkreistreffen 17. September 2017
Osterode am Harz, Stadthalle

Programm
09.30 Uhr Einlass
11.00 Uhr Glockengeläut aus der Evangelischen Stadtkirche in Osterode Ostpreußen
11.05 Uhr Begrüßung der Teilnehmer durch den Kreisvertreter
11.10 Uhr Totenehrung
11.15 Uhr Ansprache des Kreisvertreters
11.35 Uhr Musikbeitrag der Kreismusikschule Göttingen
11.40 Uhr Grußworte
12.10 Uhr Musikbeitrag der Kreismusikschule Göttingen
12.15 Uhr Die Schriftstellerin und Regisseurin Freya Klier liest aus ihrem Buch: „Wir letzten Kinder Ostpreußens“
12.50 Uhr Musikbeitrag der Kreismusikschule Göttingen
12.55 Uhr Schlusswort des Kreisvertreters
13.00 Uhr Ostpreußenlied und Nationalhymne
13.05 Uhr Ende der Feierstunde

Im Anschluss an die Feierstunde ist unsere Heimatstube bis 18.00 Uhr geöffnet.

Einen schönen Tag wünscht
Freya Rosan


Freya Rosan
Ketsche 2, 27339 Riede
Tel. 04294 4446166 / 0175 1183753
freya.rosan@ewetel.net

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Ellingen:

20.05.17 – 10.09.17 Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach und die Reformation im Preußenland

Ausstellung des Kaliningrader Gebietsmuseum für Geschichte und Kunst «Königsschloss. P.S.».

 

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Aus der Geschichte einer Stadt

Ausstellungseröffnung: 17. Mai 2017, 18.00 Uhr, Ausstellungssaal 3

Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 29. Juni 2017, Ausstellungssaal 3

Nachfolgend eine Bildauswahl von der heutigen Eröffnung:

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Ostpreußen hat Zukunft

Begegnung, Erinnerung und Zukunftswillen prägten das Jahrestreffen der Landsmannschaft Ostpreußen in Neuss

Hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg des Treffens:
Peter Pott, Vorsitzender der LO-Kreisgruppe Neuss (Bild: PAZ)

Am 13. Mai 2017 veranstaltete die Landsmannschaft Ostpreußen (LO) anstelle der bisherigen zweitägigen Deutschlandtreffen, die alle drei Jahre stattfanden, erstmals ein Jahrestreffen der Ostpreußen in Neuss. Wenn auch in kleinerem Rahmen, erwartete die Besucher auch bei diesem Treffen ein reichhaltiges Programm, das auf großen Zuspruch stieß. Die Sorge, dass die rund 900 Personen Platz bietende Stadthalle nicht gefüllt werden könnte, war schnell vom Tisch. Zahlreiche Ostpreußen und Freunde Ostpreußens fanden den Weg nach Neuss, sodass die Veranstaltung bis auf den allerletzten Platz ausverkauft war.

Neuss

Foto: S. G.

Den Auftakt des Jahrestreffens bildete eine Kranzniederlegung am nur wenige Meter von der Stadthalle entfernten Gedenkstein „Vergesst den deutschen Osten nicht“. Stephan Grigat, Sprecher der LO, erinnerte an die Opfer von Flucht und Vertreibung und deren Vermächtnis für die nachfolgenden Generationen.

Als das Glockengeläut des Königsberger Doms die Festveranstaltung eröffnete, wurde so manches Auge feucht. Auch der anschließende Einmarsch der Fahnenstaffel bewegte viele. Marschmusik, gespielt vom Musikverein Holzheim, verlieh ihm einen angemessenen musikalischen Rahmen. Den Aufruf der einzelnen Fahnen der ostpreußischen Heimatkreise nahm der Heimatsänger Bernd Krutzinna, seinen ostpreußischen Landsleuten eher unter seinem Künstlernamen BernStein bekannt, vor: „Im Bewusstsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, die nationale und staatliche Einheit zu wahren und als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, bekennen sich die geflüchteten und vertriebenen Ostpreußen auf der Grundlage der Charta der deutschen Heimatvertriebenen zu ihrer Heimat Ostpreußen. Das gesamte deutsche Volk bleibt aufgefordert, in Solidarität zu seinen Vertriebenen zu stehen. Wir rufen die ostpreußischen Heimatkreise.“ Nach dem Einmarsch der einzelnen Kreisfahnen folgte der Aufruf der „Fahne unserer Heimat Ostpreußen“: „Dir gilt unser Streben und Schaffen für ein freies und ungeteiltes Land in einem freien Europa.“

Das geistliche Wort sprach der ermländische Pfarrer Domherr André Schmeier, der seit 20 Jahren als Seelsorger für die Deutsche Volksgruppe in Ostpreußen tätig ist. Den Ostpreußen seit Jahren bekannt und mit der Thematik von Flucht und Vertreibung bestens vertraut, fand er sofort Zugang zu seinen Zuhörern. Schmeier erinnerte an das diesjährige Luther-Jubiläum und daran, dass der Glaube Ostpreußen geprägt habe und dass es dieser Glaube gewesen sei, der den Ostpreußen in Zeiten höchster Not Kraft und Zuversicht gegeben habe. Heute dagegen befinde sich der Glaube in einer tiefen Krise, stellte der katholische Geistliche besorgt fest. Kaum einer habe noch eine konkrete Vorstellung von Gott. Doch er machte seinen Zuhörern Mut, indem er ihnen die Hoffnungsperspektive aufzeigte, die im christlichen Glaubensbekenntnis liege.

Ein von großen Emotionen begleiteter Moment war die Totenehrung durch das LO-Vorstandsmitglied Wolfgang Thüne. Alle Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen, um sich „in Ehrfurcht zu verbeugen vor allen Toten aller Völker, aller Zeiten“. Insbesondere gedachten sie „in Würde der Toten unseres deutschen Volkes wie unserer Heimat, aller Toten, die in fast 800-jähriger Geschichte in ostpreußische Erde gebettet wurden, der Mütter und Väter, der Kinder, Jugendlichen und Greise, die im Kriege, auf der Flucht, bei der Vertreibung, bei der Verschleppung wie in den Arbeits- und Elends- und Gefangenenlagern“ ums Leben gekommen und ermordet worden seien. Mögen ihre Gräber auch eingeebnet und verwahrlost, aufgebrochen, ausgeraubt und geschändet worden sein, sie blieben uns nah, denn sie gehörten uns, wie wir ihnen gehörten, so Thüne weiter. In das Gedenken schloss er auch die gefallenen deutschen Soldaten sowie die Angehörigen der Kriegs- und der Handelsmarine ein, die im Kampf um Ostpreußen und bei der größten Rettungsaktion der Geschichte ihr Leben gegeben hätten. Thüne schloss die Totenehrung mit den Worten: „Tot ist nur, wer vergessen ist. Unsere Toten sind bei uns, in unseren Herzen – sie mahnen uns zu Gemeinsinn, Toleranz und Frieden.“

Großen Applaus erntete Heinrich Hoch, der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren, zu Beginn seines Grußwortes, als er feststellte, er sei 16 Stunden nach Neuss gefahren, aber er wisse schon jetzt: „Es hat sich gelohnt.“ Hoch ließ keinen Zweifel daran, dass die Deutschen in Ostpreußen noch viele Aufgaben zu erfüllen hätten. Anschließend nannte er mehrere, zum Teil gemeinsam mit der LO durchgeführte, Veranstaltungen als Symbole für das friedliche Zusammenleben von Polen und Deutschen und Ausdruck der Bedeutung der deutschen Volksgruppe.

In seiner Festansprache machte Stephan Grigat, Sprecher der LO, deutlich, dass die Landsmannschaft auch in Zukunft beharrlich, unvermindert und von politischem Gegenwind unbeeindruckt für Ostpreußen und die Rechte der Ostpreußen eintreten werde. Außerdem nahm er sich einige politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen vor. Der große Beifall ließ keinen Zweifel daran, dass er mit seinen Worten den Nerv seiner Zuhörer getroffen hatte (siehe Redemanuskript unten).

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des von Bernd Krutzinna moderierten Kulturprogramms. Den Anfang machte die Tanzgruppe Saga aus Bartenstein, die Ostpreußische Volkstänze aufführte. Der aus dem Kreis Tilsit stammende Schauspieler Herbert Tennigkeit gab unter dem Motto „Woher kommen die Marjellchens“ Geschichten und Gedichte, Heiteres und Besinnliches aus Ostpreußen zum Besten. Zur Freude der Besucher bediente er sich dabei immer wieder auch des heimatlichen Idioms. Die DJO Sing- und Spielschar Klingende Windrose präsentierte ein breites Repertoire an Volkstänzen und Liedern „von Ostpreußen bis Nordrhein-Westfalen“. Zum Abschluss des Jahrestreffens unternahm BernStein gemeinsam mit den Besuchern eine musikalische „Reise nach Ostpreußen“. Mit seinem Computer warf er stimmungsvolle Bilder an die Großleinwand. Die Fotos und Lieder aus und über Ostpreußen trieben so manchem Besucher Tränen in die Augen. Das Live-Erlebnis überwältigte alle, vor allem dann, wenn sie mithilfe der auf die Leinwand projizierten Liedtexte mitsingen konnten.

Das Jahrestreffen der Ostpreußen war sozusagen ein Versuch – einer, bei dem es nicht bleiben wird. Der Andrang im Foyer und volle Sitzreihen im Saal ließen es zu einem vollen Erfolg werden.      EB

Quelle: PAZ

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Hier eine Information zum Buch

A l t p r e u ß i s c h Geschichte – Dialekte – Grammatik.

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Vytautas Rinkevičius , Foto: privat

Altpreußisch
Geschichte – Dialekte – Grammatik
Vytautas Rinkevičius

Schriftenreihe der Gesellschaft
für Baltische Studien

2017 · kartoniert · 255 Seiten

ISBN 978-3-935536-47-9

48,00 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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Erscheint ab April 2017.

Hinweis auf das Tagungsprogramm für die Tagung

„Wirkung und Ausstrahlung der Reformation auf das Baltikum“

am 12.-13. Mai in Halle.

Der geographische Raum Baltikum wird hier in der modernen Begrifflichkeit gefasst ist und schließt die Gebiete der heutigen Länder Litauen, Lettland und Estland, sowie das im nördlichen Ostpreußen gelegene, historisch von Litauern besiedelte Preußisch-Litauen (in der litauischen Terminologie Kleinlitauen) ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden neben den Auswirkungen der Reformation in unmittelbar konfessioneller Hinsicht vor allem die geistig-kulturellen Entwicklungen stehen, die maßgeblich von der Reformation angestoßen wurden und bis in unsere Zeit hinein wirken. In diesem Zusammenhang sind die Gründung der Universitäten Königsberg und Dorpat, die Herausbildung schriftsprachlicher Traditionen des Litauischen, Lettischen, Estnischen und Altpreußischen, des religiösen und weltlichen Schrifttums und letztlich auch die Herausbildung der jeweiligen Nationalliteraturen zu nennen. Der Berufsstand der evangelischen Pfarrer hat im Baltikum maßgeblich die Entwicklung der Literatur, Sprach- und Geschichtswissenschaft befördert und Impulse für die Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik gegeben. Als Lehrer an den Parochialschulen haben evangelische Geistliche das Bildungswesen dieser Länder entscheidend geprägt.

Anmeldung: Frau Dr. Christiane Schiller, PD, info@baltistik.de

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Auf Ostpreußisch

Zwei Hosen

Es war im Juni. Schwer hing inne Luft
Der Duft von Flieder und Rosen,
Und außerdem hingen im Wind aufe Lein
Zwei frisch gewaschene Hosen.

Das war nich schlimm, bloß, genauer bekickt,
War es doch e bißche verlänglich:
Die eine war kurz und aus rosa Satüng,
Die andere griesgrau und länglich.

Nu missden se, durche Maschien gedreht,
Man erst auf zu Haus sich besinnen:
Das Hos’che, das stammt aus Hildesheim,
Die Hos, die war aus Gumbinnen.

Da pusch das Hos’che sich auch all auf
Und kriegd direkt rundliche Backen,
Es runzeld dem Bund und fing foorts an,
Die griesgraue Hos zu besacken:

„Du plumper Kerl aus der Pollakei,
Sofort hast Du hier zu verscliwinden!
Dein Anblick allein, das merkst Du wohl nicht,
Beleidigt man zartes Empfinden!“

Das fuhr die Gumbinner Hos im Gebein,
Und denn, mit Wind voll geladen,
Hold tief se von unten erst orndlich Luft
Und knalld empeert mitte Waden.

„Nu heer bloß auf, Du alte Kastroll,
Hier große Bogen zu spucken,
Sonst klatsch ich Dir eins aufe Karmenad,
Denn kannst vier Wochen nich hucken!“

Das -saß! Doch das Hos’che aus rosa Satüng,
Das tat nich weinen und jammern,
Es wolld bloß weg von dem graurigen Kerl
Und zodderd und rucksd anne Klammern.

Doch wie das Hos’che aus Hildesheim
Sich placken nu tat und zerracken,
Da kehrd de Hos aus Gumbinnen sich um
Und griend ieber sämtliche Backen.

Da kam e karäsiger Wind umme Eck
Und klatschd die zwei Hosen zusammen,
So daß se mit ein nu — wer hädd das gedacht! —
In Wonne und Seligkeit schwammen.

Vereinigt fier immer, so hielden se
Sich fest und eng nu umschlungen,
Und was vorher keiner fier meeglich hield,
Das hädd nu e Windstoß vollbrungen.

Dr. Alfred Lau